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«Museen sind Orte der Bildung und kulturellen Vielfalt»

Basel hat weltweit eine der höchsten Dichte an Museen pro Kopf. Um sich als Museumsstadt zu behaupten, ist es wichtig, dass alle Akteure an einem Strang ziehen. Unterstützt werden sie dabei von der Abteilung Kultur der Stadt Basel unter der Leitung von Sonja Kuhn und Katrin Grögel.

Sonja Kuhn und Katrin Grögel, Co-Leitung Abteilung Kultur. Bild: zvg

23.04.2021

Welche Aufgabe hat die Abteilung Kultur der Stadt Basel?

Wir arbeiten eng mit den fünf staatlichen Museen und den Museen, die vom Kanton mittels Staatsbeiträgen unterstützt werden, zusammen. Daneben erbringen wir auch museumsübergreifende Leistungen für den Kreis «Museen Basel», dem rund 30 Häuser in und um Basel angehören, sei es in den Bereichen Kommunikation und Marketing mit der Website www.museenbasel.ch, in der Bildung und Vermittlung, aber auch mit Projekten wie der Museumsnacht. Und wir begleiten die Museen aktuell aktiv bezüglich der Umsetzung der Vorgaben zur Bekämpfung der Pandemie und deren finanziellen Auswirkungen.

Hat die Pandemie zu einem Umdenken beigetragen?

Obwohl die Situation sehr herausfordernd für die Kultur war und immer noch ist, stieg mit geschlossenen oder wenig besuchten Häusern gleichzeitig das Bedürfnis, mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben. Die Museen nutzten die Krise sehr kreativ und verlegten die Inhalte und Aktivitäten ins Netz. Über verschiedene Kanäle und mit unterschiedlichen Formaten wurde eine breite Öffentlichkeit eingeladen, die grossartigen Sammlungen und Ausstellungen zu Hause zu erleben. Dank Face-to-Face-Führungen oder Videoworkshops für Kinder entstand Nähe und wurden Austausch und Vertiefung möglich.

Kann Kunst online funktionieren?

Es steckt enorm viel interessantes Potenzial im Onlinebesuch. Das Erlebnis, vor dem Original zu stehen, wie das bei einem Museumsbesuch der Fall ist, lässt sich jedoch nicht digital ersetzen. Das sehen Sie auch daran, wie die Menschen nach der Wiedereröffnung dankbar ins Museum strömen. Die Tickets zu einigen Häusern waren in den letzten Wochen mehrfach ausverkauft, natürlich auch, weil es noch Beschränkungen der Personenzahlen gibt.

Wie ist die kulturpolitische Strategie der nächsten Jahre?

Wir wollen vor allem, dass die Museen allen Menschen offenstehen und die Barrieren, in ein Museum zu gehen, möglichst verschwinden – sei es baulich für Menschen mit einer Beeinträchtigung, sei es, dass sich Menschen nicht ins Museum getrauen, weil sie es als etwas Elitäres betrachten.

Wie möchten Sie das Interesse und die Motivation, ins Museum zu gehen, steigern?

Meines Erachtens braucht es eine gute Mischung aus Unterhaltung, Wissensvermittlung und eigenem Erleben, um alle Altersgruppen anzusprechen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Museumsnacht. Der Anteil junger Besucher – 25 Jahre und jünger – liegt mittlerweile bei rund 45 Prozent. Doch ungeachtet von Alter, Bildung oder Herkunft möchte ein breites Publikum heute aktiv an Kultur teilhaben, sein Wissen lustvoll erweitern und etwas gemeinsam erleben.

Spielt der öffentliche Raum dabei eine wichtige Rolle?

Der öffentliche Raum gewinnt an Bedeutung: Wir sind daran, ein Modell für Kunst im Stadtraum aufzubauen. Neben her- kömmlichen Kunst- und-Bausowie Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekten wird es auch um die Förderung performativer, temporärer und spartenübergreifender Kunstformen gehen. Interview: Dominique Simonnot

www.museenbasel.ch

Wettbewerb

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Welches Museum in der Region Basel bietet einen Zeitsprung in die römische Zeit?

Senden Sie uns die richtige Antwort per Postkarte oder E-Mail und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Museumspass.

Per Postkarte mit dem Kennwort «Museum» an: CH Regionalmedien AG, bz – Zeitung für die Region Basel, Tamara Castioni, Rheinstrasse 3, 4410 Liestal

Oder per E-Mail mit Betreff «Museum», Ihrem Namen und Ihrer Adresse an bzbasel.verlosung@chmedia.ch

Einsendeschluss: 30. April 2021 um 16 Uhr für E-Mails bzw. Poststempel (A-Post). Teilnahmebedingungen siehe Wettbewerb Seite 5.
       


Historisches Museum Basel

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«Grenzfälle – Basel 1933–1945», bis 30. Mai 2021

Die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland und der Zweite Weltkrieg prägten das Leben in der Grenzregion Basel von 1933 bis 1945 massgeblich. Die Ausstellung fragt nach den grenzüberschreitenden Beziehungen und thematisiert das Verhältnis von Baslerinnen und Baslern, Schweizer Behörden sowie lokalen Unternehmen und Institutionen zum Nationalsozialismus und zum NS-Staat. Der Blick richtet sich auf die Flüchtlinge und die Flüchtlingspolitik, das politische Klima, die wirtschaftliche Vernetzung, die Herausforderungen für die jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, die sogenannte Geistige Landesverteidigung und den Alltag während des Kriegs. Die Ausstellung greift persönliche Schicksale auf, rückt geografische, menschliche, rechtliche und moralische «Grenzfälle» ins Zentrum.

Historisches Museum Basel
Barfüsserkirche
Barfüsserplatz 7
4051 Basel
Tel. 061 205 86 00
historisches.museum@bs.ch
grenzfälle.ch
      


Museum Tinguely, Basel

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Lebendigkeit, Lachen, Staunen, Entdecken: Ein Museum, das die Sinne in Bewegung setzt und in dem die Kunst zum Betrachter kommt. Das Museum Tinguely liegt direkt am Rhein und wurde vom Tessiner Architekten Mario Botta entworfen und 1996 eröffnet. Es beherbergt die grösste Werksammlung von Jean Tinguely (1925–1991), einem der innovativsten und wichtigsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Er zählt mit seinen kinetischen Werken zu den wichtigen Wegbereitern der Kunst nach 1950. Die permanente Ausstellung zeigt einen vier Jahrzehnte umfassenden Überblick seines Schaffens und präsentiert frühe, filigrane Reliefs bis hin zu den monumentalen Maschinenskulpturen der 1980er-Jahre. Ausgehend von Tinguelys Ideenwelt bietet das Museum Tinguely ein vielseitiges Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm an, das den Dialog mit anderen Künstlern, Kunstformen und Wissenschaften sucht und dabei ein interaktives, alle Sinne ansprechendes Museums erlebnis verspricht.

Museum Tinguely
Paul-Sacher-Anlage 1
4002 Basel
Tel. 061 681 93 20
basel.infotinguely@roche.com
www.tinguely.ch
       


Vitra Design Museum

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Das Vitra Design Museum zählt zu den führenden Designmuseen weltweit. Es erforscht und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Designs und setzt diese in Beziehung zu Architektur, Kunst und Alltagskultur. Im Hauptgebäude von Frank Gehry präsentiert das Museum jährlich zwei grosse Wechselausstellungen, aktuell die Ausstellung «Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte» bis 5. September 2021. Parallel dazu werden in der Vitra Design Museum Gallery temporäre Ausstellungen gezeigt, die oftmals einen aktuellen oder experimentellen Ansatz verfolgen. Das Vitra Schaudepot von Herzog & de Meuron präsentiert rund 400 Schlüsselobjekte der umfangreichen Sammlung und zählt damit zu den weltweit grössten Dauerausstellungen und Forschungsstätten zum modernen Möbeldesign. Erweitert wird diese Präsentation um jährlich wechselnde Themenschwerpunkte, die Raum für aktuelle Diskurse und neue Inhalte schaffen.

Vitra Design Museum
Charles-Eames-Straße 2
79576 Weil am Rhein (DE)
Tel. +49 7621 70 23 200
info@design-museum.de
www.design-museum.de
        


Schweizerisches Architekturmuseum

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«Access for All. São Paulos soziale Infrastrukturen», bis 15. August 2021

Die brasilianische Metropole São Paulo tätigt seit Jahrzehnten Investitionen in architektonische Infrastrukturen, um die räumliche Enge der Megacity zu kompensieren und dem wachsenden Bedarf nach öffentlichen Räumen gerecht zu werden. «Access for All» präsentiert Gebäude, Freiräume und Infrastrukturbauten unterschiedlicher Grösse und zeigt, wie diese inklusive Orte für die Stadtgesellschaft schaffen. Mit Fotografien, Filmbeiträgen, Architekturplänen, Zeichnungen, Modellen und Interviews bietet die Ausstellung eine frische Perspektive auf die moderne Architektur Brasiliens und beleuchtet eine Baukultur, in der sich Architektur nicht nur der Stadt zuwendet, sondern sie aktiv mitgestaltet.

Eine Ausstellung des Architekturmuseums der TU München, adaptiert und erweitert vom S AM zusammen mit dem Institut Architektur FHNW.

S AM Schweizerisches Architekturmuseum
Steinenberg 7
4051 Basel
Tel. 061 261 14 13
info@sam-basel.org
sam-basel.org
        


Spielzeug Welten Museum Basel

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Das Spielzeug Welten Museum Basel ist ein Paradies für alle, die sich für Teddybären, Karussells, Kaufmannsläden, historische Puppen und zeitgenössische Miniaturen begeistern können. Die Ausstellung mit ihren über 6000 Exponaten ist einzigartig in Europa und die über 2500 alte Teddys zählende Sammlung die weltgrösste ihrer Art. Die ausgestellten Spielsachen laden Besucherinnen und Besucher auf eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise ein. Grosse Puppen spielen im Kaufmannsladen, Teddys liefern sich mit Tretautos ein verbissenes Rennen und per Knopfdruck setzt sich ein ganzer Vergnügungspark in Bewegung. Darüber hinaus finden laufend faszinierende Sonderausstellungen statt. Nach dem Besuch der Ausstellung lädt das Ristorante La Sosta zum Verweilen ein und serviert saisonale Gerichte und feine Snacks. Die Boutique bietet zudem ein breites Sortiment an Andenken und Geschenken. Das gesamte Gebäude inklusive Boutique und Ristorante La Sosta ist rollstuhlgängig.

Aktuelle Öffnungszeiten, Preise und viele weitere nützliche Informationen finden Sie auf www.swmb.museum
Spielzeug Welten Museum Basel
Steinenvorstadt 1, 4051 Basel
Tel. 061 225 95 95
info@swm-basel.ch
      


Kunstmuseum Basel

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Das Kunstmuseum Basel präsentiert diesen Frühling eine umfassende Retrospektive der Schweizer Künstlerin und Pionierin der Abstraktion, Sophie Taeuber-Arp. Das Schaffen der Ausnahmekünstlerin bewegte sich zwischen Kunst, Design, Handwerk und Architektur. Für diese Sonderausstellung im Neubau braucht es ein Online-Ticket mit Zeitfenster.

Im Kunstmuseum Basel | Gegenwart erwarten Sie zwei zeitgenössische Ausstellungen: «Post-Truth» von Manor- Kunstpreisträger Dorian Sari und «Continuously Contemporary» mit Werken von Künstler*innen wie Klara Lidén, Fiona Tan und Steve McQueen. Im Kunstmuseum Basel | Hauptbau können Besucher*innen eine Reise durch sechs Jahrhunderte Kunstgeschichte erleben. Ein Highlight ist die Präsentation «Böcklin begegnet», die Werke von Arnold Böcklin mit solchen von Vorläufern, Nachfolgern und unvermuteten Geistesverwandten kombiniert.

Kunstmuseum Basel
St. Alban-Graben 16
4010 Basel
Tel. 061 206 62 62
info@kunstmuseumbasel.ch
www.kunstmuseumbasel.ch